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20.03.2015

Marktkommentar

Die Zinspolitik spielt den Aktienmärkten in die Karten. Nachdem der Dax die 10.000er Marke im Eiltempo in Richtung 12.000 verlassen hat, fragt man sich ob der Markt übertreibt oder ein neues Zeitalter angebrochen ist. Wir glauben beides ist richtig.

Der Dax handelt 20% über der 200 Tage-Linie und es wird eine Korrektur geben. Aber aufgrund des Liquiditätsstromes bis zur Dividendensaison lässt sich der Zeitpunkt in der Übertreibung nicht bestimmen, zumal ein Großteil der Investoren die Rallye verpasst zu haben scheint.

Da die EZB die Zinspolitik für die nächsten 2 Jahre festgeschrieben hat, gibt es im Zinsbereich für Investoren, wie Versicherungen, Pensionskassen und Fonds nicht genügend Rendite zu erzielen, was unweigerlich zu einer stärkeren Dotierung der höheren Risikoklassen führen wird. Euroland ist auf dem Weg der Erholung, die bereits seit Monaten niedrigen Zinsen für die Euroländer ermöglichen Spielräume für Investitionen oder stabilisieren die Verschuldungskennziffer.

Wichtiger ist, daß die Unternehmensfinanzierung in allen Ländern zu höheren Gewinnen, damit zu Investitionen oder höheren Steuereinnahmen des Staates führt. Wie in den Medien diskutiert, zu Lasten der Anleger. Die EZB ist mit ihrem QE viel zu spät unterwegs, gibt dem Markt aber eine Stütze aufgrund der Grexit Diskussion.

Das Fatale an der ganzen Situation ist die Erkenntnis, das Verträge und Absprachen nach Belieben verändert oder nicht mehr eingehalten werden. Dies ergibt ein potentielles Risiko für die Kapitalmärkte in der Zukunft. Daher bleibt Gold eine interessante Anlagealternative speziell bei der Nullzinspolitik.